Die perfekte Zubereitung von Tee – chinesische Art

Gemäß der alten chinesischen Norm bereitet man Tee in der mit kochendem Wasser angewärmten Kanne zu, verwendet pro Person einen gehäuften Teelöffel Teeblätter, übergießt diese mit heißem Wasser und gießt dann den Aufguss nach ca. fünf Minuten in eine andere vorgewärmte Teekanne ab. Profis empfehlen, den Tee nur fünf Minuten ziehen zu lassen, da danach die in den Teebestandteilen enthaltenen Polyphenole frei werden, die den anregenden Effekt des Purin-Alkaloids im Tee schwächen. Tee kann man nach Gefallen mit Milch, Kandis, Zitrone, oder Arrak genießen.

Die Behauptung, in Teebeuteln sei eine mindere Qualität, ist falsch. In den Teebeuteln sind erlesenere Qualitäten ohne Stiele. Wer ein Tee-Ei benutzt, sollte jenes nur zur Hälfte füllen. Denn nach dem Überbrühen mit kochendem Wasser schwemmen die Blätter auf und nehmen dadurch an Größe zu. Tee benötigt zur Entfaltung Platz. Der Geschmack des Aufgusses ist von dem Qualitätsstandard abhängig. Die allerbeste Tee-Qualitätsklasse liefern die Gipfelknospen sowie die aller ersten Blättchen der Teepflanze. Sowie die Teeblättchen abgezupft sind, müssen diese erst einmal welk werden, kurz darauf werden sie aufgerollt, oxidiert sowie endgetrocknet.

Manche Tees werden aber nicht oxidiert sondern mit Wasserdampf behandelt. Gesundheitsdienliche Ingredenzien, die vor Diabetes schützen sollen, bleiben bewahrt. Der gesundheitsfördernste Tee weltweit soll der Jiaogulan Tee sein, der ebenfalls “Unsterblichkeitskraut” heißt, kein Thein noch Koffein beinhaltet, jedoch aber anregend ist und einen positiven Effekt auf das Wohlergehen vieler Menschen hat. Das Grün der rasant gedeihenden, minimal fünf Meter langen Pflanze, die zu den Magnoliophyta zählt, werden in der russischen Gesundheitslehre als Medikament verwendet. Der Jiaogulan zählt auf unserem Kontinent nicht zu den Arzneimitteln, sondern ist ein Mittel zur Nahrungsergänzung.

Die Alternative – amerikanische Zubereitung

In Amerika wird dieser leicht zuckerig schmeckende Aufguss, dort als “Jung-bleib-Tee” umworben, schon jahrelang verzehrt, bei uns ist er eher unbeachtet. Ein Tee der absolut außergewöhnlichen Art ist Reishi, ein Heilpilz, dessen gesundmachende Wirkung das biologische Abwehrsystem, den Magen sowie den Stoffwechsel günstig beeinflusst. Der Vietnamesische Begriff Wu Zhi steht für “Ewigkeitspilz” oder aber auch “Zweitausend-Jahre-Pilz”.

Zum Tee werden fein zertrennte, gefriergetrocknete Scheibchen verwendet, die eine Zeit lang in eiskaltem Bergwasser aufquillen sollten. Danach wird das Wasser mit den Pilzstücken erwärmt und sechs Minuten gekocht sowie abgeseiht. Der Jiaogulan schmeckt herb-bitter und sollte mit Honig oder Rohrzucker gesüßt werden.

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